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Der Morgen....

Der Morgen graute sich langsam am Himmel entlang.
Vereinzelte Sonnenstrahlen gleiten die Hügel hinauf.
Die Wolken fetzten sich der Sonne entgegen,
um letztendlich den Kampf aufzugeben und
sich einer späteren, erneuten Herausforderung zu stellen.
Das Mädchen bekam von dem faszinierten Weltenspiel nichts mit.
Zu sehr war sie in ihren Gedanken vertieft,
um diesem Naturschauspiel folgen zu können.

Versunken in ihrer Welt der Gedanken,
lenken ihre Beine sie unbewußt dem Ziel zu.
Das Ziel der bedeutenden und unbedeutenden Geschehnissen ihrer selbst.
Was weiß der unwissende schon über die Gefühle einer Frau, deren
Leben durch die Achterbahn der Ereignisse fährt.
Derer selbst sie unvermögend zu folgen weiß.
Gelenkt durch die zarten Fäden des Schicksals, deren
Kraft sich nicht beschreiben läßt,
sich selbst maßlos überschätzen lehrt und
die Abgründe nicht erahnen kann.

Zu tief sind die Wunden die ihr zugefügt wurden, in
denen sie zu verschmelzen scheint.
Sich nicht mehr nach Liebe zu sehnen
um Schaden an ihrer selbst zu meiden.
Der Ausdruck der Gelassenheit umschließt sie wie ein Mantel,
unfähig wahres selbst zu zeigen.
Die Stärke der Vertrautheit entgleitet ihren
zarten Händen
und der Ausdruck von Vernichtung
blinzelt durch die Lücken des Verrats.
Noch ummantelt die Finsternis die Freude, die
Eisern hinter Gittern bleibt.
Die Lust aller Freuden verzettelt sich
ins ungewisse geschickt.

Geschickt tarnt sie ihre Ängste und
benennt diese nicht als sie selbst.
Verantwortung träumt sie zu tragen, doch
Unfähigkeit bleibt dabei zurück...
Nie wollte sie die fesseln sprengen,
die ihr auferlegt worden sind.
Zu schwach ist der Wille geworden,
der sich doch lenken ließe.
Zu wirr die Hüllen kreisen,
die sie doch nur verpaßt.
Die Paßform - ja - die eine -
vom Schicksal nicht benannt...
Lustlos zu Gemüt getragen
bleibt die Ewigkeit,
wird sie es sich noch wagen,
sonst Traurigkeit wird ihr Geleit