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Heidi 

Servet  - büyük yalanci

Im Januar 2006 war ich in Alanya im Urlaub. Meine Tochter war viel bei der Familie ihres Freundes und ich blieb im Hotel. Als ich abends in die Halle ging, um der Portier nach einem Kuvert zu fragen, fiel mir ein gut gekleideter Mann auf, der mit seinem Laptop dort saß. Wir kamen ins Gespräch - er mit holperigem Englisch, gemischt mit türkisch - ich in fließendem Englisch mit etwas türkisch.

Er arbeitete für eine Möbelfirma in Konya und bereiste Hotels, um dort Mobiliar zu verkaufen. Er gefiel mir und ich ging mit ihm auf´s Zimmer. Wir tauschten Telefonnummern aus und ich verabschiedete mich, weil er am nächsten Tag nach Antalya musste und ich am übernächsten Tag abreiste. Nachmittags meldete er sich - er käme zurück nach Alanya, er könne mich nicht vergessen. So verbrachten wir meine letzte Nacht dort in seinem Zimmer.

Kaum in Deutschland gelandet, rief er an. Er vermisse mich....wir chatteten... wir sms´sten. Er wollte mich bald wiedersehen und schickte mir Geld für einen Flug. Da er die Gebühren bei Western Union nicht eingerechnet hatte, reichte das Geld nicht ganz, aber das schluckte ich noch.

In Antalya angekommen, holte er mich mit dem Firmenwagen ab und wir suchten sein Zimmer auf, nachdem wir gegessen hatten. Sogar Blumen hatte ich zur Begrüßung bekommen.

Am nächsten Tag besuchten wir eine befreundete Familie in Alanya. Günay warnte mich vor ihm und meinte, ich solle zu ihr kommen, falls etwas nicht in Ordnung sei. Ich war hin- und hergerissen, fuhr aber mit ihm nach Konya. Dort kamen wir nachts bei seiner Familie an. Er hatte mir erklärt, das er in Konya kein Hotelzimmer für uns bekäme, da wir nicht verheiratet seien. Mehmet, seine Frau und die Kinder sprachen weder englisch noch deutsch - ich saß tagsüber da mit meinen sözlüks und kämpfte mich durch - lernte viel türkisch hinzu. Abends kam er von der Arbeit und wir aßen mit der Familie.

An einem Abend besuchten wir sein Hotelrestaurant. Da er ständig auf Achse war, hatte er keine Wohnung. Eine türkische Bar mit russischen "Mädchen" besuchten wir auch noch, aber es war alles so ganz anders, als ich es aus den Touristengebieten kenne. Nicht einmal ins Internetcafe gehen konnte ich. Dort verlangte er von mir, mit meiner Tochter in englisch zu chatten. Meine Laune sank immer mehr...

Da ich viel Zeit allein verbrachte, hatte ich bald mein Buch durchgelesen und wollte in der Stadt ein Buch kaufen. Er fand aber keinen Laden. Wir trafen einen Bekannten von ihm, der deutsch sprach, den ich wegen eines Buchladens fragte. Der wollte mir am nächsten Tag ein Buch schenken. Hinterher war die Hölle los. Servet hatte sein Gesicht verloren. Jetzt würden alle sagen, das er seiner Freundin kein Buch kaufen könne. Der Streit war toll.... Wenn er wütend war, hörte er nicht mehr ordentlich zu - verstand kein englisch mehr. Ich schaltete auf stur.

Unser Sex war zwar super, aber wenn etwas in einer Beziehung nicht stimmt, kann ich nicht. Diese Nacht setzte er sich über mein NEIN hinweg - ich blieb einfach ruhig liegen und ihn machen - am nächsten Tag entschuldigte er sich. Ich habe ihn eiskalt gefragt, wie ihm der Sex mit einer bewegungslosen Frau gefällt....

Immer häufiger spürte ich, das einiges nicht in Ordnung sein konnte. Normal wurde das Wohnzimmer als Schlafzimmer für die Kinder genutzt, nun schliefen wir dort. Eines Mittags kam er heim, sagte, er hätte gekündigt, weil ihm der Chef ihm nicht sein Geld geben wollte. Er steigert sich so theatralisch in die Situation hinein, das er weinend zusammenbrach und hyperventilierte. Toll, da saß ich in Konya, kaum Geld dabei - ich war ja eingeladen!

Ich hob 100 € Notgeld ab und sagte, das ich am nächsten Tag zu meinen Freunden nach Alanya fahren würde. Die Familie nahm mich mit Freunden auf und meinte, ich solle dort bleiben. Montags wollte Servet kommen, die ganze Zeit hatte er von seinem Cousin aus Manavgat geschwärmt, der würde uns ein Apart mieten, ein Auto leihen....aus Montag wurde Dienstag - aus 14 Uhr wurde 21 Uhr. Er kam nicht alleine sondern mit 2 mir Unbekannten, die kein englisch und deutsch sprachen. In Manavgat angekommen gingen wir essen, aber mir war mittlerweile alles vergangen.

Die Fahrt ging Richtung Side, in die Valla Pampa und wo hielt das Auto ? Vor einem Hotel, in dem ich vor 4 Jahren bereits einmal gewesen war. Wir bekamen einen kleinen Holzbungalow, die Klimaanlage funktionierte als Heizung. Am nächsten Tag gab es Plastikgeschirr, Gasbrenner und wir gingen einkaufen. So sah also dieser "Liebesurlaub" aus... Ich kochte, wir kauften so sparsam wie möglich ein. Im TV lief nur türkisches Fernsehen oder er sah sich Porno DVD´s an. Ich lernte das Paar aus dem Nachbarhaus kennen. A. war bereits 4 Jahre mit ihrem Abdullah zusammen und sie trafen sich 2 x im Jahr dort in diesem Hotel.

Servet lud großzügig alle möglichen Leute zu uns zum Essen und Trinken ein, obwohl wir nicht wussten, wie wir es finanziell schaffen sollten. Ins Internetcafe durfte ich nicht allein, weil es ja abends dunkel war..... Wieder sollte ich englisch mit meiner Tochter chatten. Er warf mir vor, das ich mit ihr lachte, mit ihm aber immer seltener. Lust auf Sex hatte er mehrmals täglich und ich machte das beste daraus... Sollte er mich doch verführen, wenn ich keine Lust hatte. Liebesschwüre, Heiratsanträge gehörten fast täglich zum Urlaub. Ich begann mich immer mehr auf meine Heimreise zu freuen und das war mir noch nie passiert!

Eines Tages gingen wir nach Side rein, aber mit ihm zusammen, war es nicht dasselbe. Er wollte dann zum Hotel zurück und ich ins Internetcafe. Ich klönte hier und da, trank Tee, genoss das Alleinsein - mit einem 24-Std-Bodyguard hatte ich nämlich echte Probleme.

Auf dem Rückweg klingelte mein Handy und ich sagte ihm, ich sei bald im Hotel. Die weiteren 5 - 10 Male ging ich nicht mehr ans Handy, wurde nur immer noch wütender. Ich machte kein Abendessen - ging duschen - schon kamen Vorwürfe ich hätte wohl Sex in Side gehabt - irgendwas sei vorgefallen, ich sei total verändert. Ich ging in Streik, legte mich im Wohnzimmer ins Bett - aber er ging nicht ins Schlafzimmer - nein, er schob die Sessel zusammen und verbrachte dort die Nacht, weil er mich ja so liebt und in meiner Nähe sein will. Wochen später gestand er mir, er habe an diesem Nachmittag mit einer alten Holländerin Sex gehabt, weil er dachte, sie würde ihm Geld geben.....somit wäre unserer weiterer Aufenthalt gerettet gewesen.

Sein Cousin half ihm finanziell auch nicht, obwohl er 2 Schuhgeschäfte in M. hat -  ein Freund aus Konya lieh ihm 50 YTL. Komisch, in der Türkei hält die Familie doch eigentlich besser zusammen als bei uns!

Er konnte weder kochen noch putzen helfen. Ich weigerte mich, ihn wie einen Pascha zu bedienen! Verlangte Gleichberechtigung, besonders, wenn er wirklich eine Ehe mit mir anstrebte.

Mit meinem letzten Geld gab ich dann A. aus dem Nachbarhaus Benzingeld, damit ich nach Antalya kam. Mit 5 € im Portemonnaie flog ich zurück.

Das waren 3 tolle Urlaubswochen in der Türkei mit Servet.

 

Im September hatte ich wieder gebucht. Ich wollte wieder nach Side oder ins Haus einer Bekannten nach Kumköy.

Mit Servet hatte ich sporadisch Kontakt, weiterhin beteuerte er seine Liebe und wollte mich heiraten. Im Februar/März hatte er erzählt, er hätte 20.000 $ Festgeld, das würde er bald ausgezahlt bekommen. Später sagte er, er hätte das Geld seinem Cousin in Konya gegeben, da dieser einen Schlaganfall gehabt hätte. Dann hatte er das Geld angeblich wieder, wollte sich damit in Manavgat selbstständig machen. Wenn ich ihn nicht heiraten wolle, sollte ich wenigstens mit ihm zusammenleben. Er wolle nicht mehr allein leben.... nicht mehr im Hotel. Dabei hatte er irgendwann mal erzählt, er hätte mittlerweile eine Wohnung in Konya. Es passte nix zusammen.

Er wollte nicht, das ich wieder in "unser" Hotel gehe..... Wenn, dann nur, wenn ich dort nicht mit den Männern spräche, weil er die nicht mag. Mein Argument, das ich mit den Männern sprechen müsse, da die Frauen kein deutsch/englisch können und mein türkisch nicht ausreicht, zählte nicht.

2 Wochen vor meiner Abreise traf ich Abdullah im Chat, der mir spontan anbot, er würde uns vom Flughafen abholen. Sonntags sei sein Geschäft zu - kein Problem. Seine deutsche Freundin hatte einen Kredit für ihn aufgenommen und mit dem Geld hatte er sich vor 3 Jahren selbstständig gemacht. A. lieh sogar einen großen Wagen, damit wir samt Gepäck hineinpassen. Auf der Fahrt erzählte er mir dann, das er mit Servet keinen Kontakt mehr habe, weil ihm sein Charakter nicht gefalle. Ich erfuhr, dass Servet mehrfach mit Frauen aus war, Essen und Trinken zahlte, sich dann für die Fahrt nach Konya Geld von A. geliehen hatte, das dieser nie wieder sah. Servet habe einer "leichten" Dame einen Heiratsantrag gemacht, wohl um damit sein Leben besser zu finanzieren.

AUf Servets Anrufe reagierte ich erst gar nicht, schrieb ihm dann eine sms, das ich kurz in Side gewesen sei und lernen musste, das er ein großer Lügner sei. Die Worte büyük yalanci kratzten wohl sehr an seiner Ehre. In den nächsten Tagen rief er mich unzählige Male an, schrieb sms, beschimpfte mich, beschwor seine Liebe... Mir seien Lügen erzählt worden, weil andere uns das Glück nicht gönnen. Er würde meine Freunde anrufen und schlecht über mich reden.... Ich sprach mit A. darüber, der fast den gleichen Telefonterror hatte und auch nicht ans Telefon ging. Ich ließ mich dann auf ein Treffen ein, war aber nicht alleine und verweigerte auch ein Alleinsein mit ihm. Das Geld, das er mir geben wollte, hatte er nicht dabei, das müsse er erst von der Bank holen. Meine Zeit und meinen Treffpunkt wollte er aber nicht akzeptieren. Ich hatte gesagt, wir würden in Alanya in einem Hotel sein und nur für den 1 Tag in Side. Im Hotel hatte ich darum gebeten, keine Auskunft über meinen Aufenthalt zu geben

A. kam zu Besuch ins Hotel und ich bekam von Servet eine sms, er wisse, das ich mit A. und meiner Tochter im XX Hotel sei. A. rief ihn an, bestellte ihn zum Hotel zu einer Aussprache. Servet hatte zu mir gesagt, A. würde seine deutsche Freundin nur ausnutzen, den Kredit nicht zurückzahlen. Das ging A. wieder an die Ehre.

Servet tauchte auf, begrüßte uns kurz - verbot mir das Wort - ich sollte warten. Dann ging das Gespräch zwischen den Männern los und der Hotelchef bat sie, das Restaurant zu verlassen und die Unterhaltung draußen zu führen.

Nach einer halben Stunde tauchten sie wieder auf und Servet bat mich um ein 5-Minuten-Gespräch. Ich ging nur einige Tische weiter, vermied jeden Kontakt und ließ ihn reden. Ich hielt ihm seine Lügen vor... Sex mit der Holländerin.... abgemeldet zur Messe und dann angeblich im Krankenhaus gewesen... online verabredet und nicht aufgetaucht. Allein diese Sachen reichten schon, um Schluss zu machen! Er bekam dann noch nette Unterwäsche von mir zum Abschied geschenkt.... Er zog weinend ab, ohne sein Bier zu bezahlen!

Kurz darauf rief Abdullah`s Freundin aus Deutschland an, sie hätte eine sms bekommen, ich habe mit ihrem Freund etwas. Servet sei mit einer Bekannten von ihr von Antalya nach Side gefahren und hätte es erzählt, diese hatte dann die sms geschickt. Ich beteuerte, das Abdullah uns nur vom Airport abgeholt habe und ich ihn als Dank zum Essen eingeladen hatte. Weder ich noch meine Tochter hätten etwas mit ihm. Er hatte ihr den Kontakt mit ihr verboten und ihr auch nicht erzählt, das er mit mir per msn Kontakt hatte. Wenn sie mit der "Scheisse-Frau" aus Deutschland, mit der Schlampe Kontakt hätte, würde er mit ihr Schluss machen. Das wiederum stritt Abdullah natürlich ab, A. sei nur eifersüchtig!

Servet rief mich in den 2 Wochen wohl 500 Mal an, die sms kann ich gar nicht zählen - 100 - 150 Stück waren es wohl!

Zurück in Deutschland erfuhr ich dann von A. das sie mittlerweile mit einem leichten Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Servet war im Juniurlaub händchenhaltend mit einer anderen Frau am Bungalow gewesen. Sie wisse auch, das er in der Wohnung einer Deutschen in Manavgat übernachte und das das Zimmer wie nach einer Orgie hinterließ - nicht nur ein Mal. Ihre Freundin aus Manavgat hatte er um einen Kredit von 10.000€ gebeten, da er sich selbstständig machen wolle.

Von anderen Urlaubern aus dem Hotel erfuhr ich, das er wohl auch im Mai mit einer anderen Frau im Hotel war. DARUM sollte ich nicht wieder in das gleiche Hotel. Dummerweise verstehe ich ja auch noch ein bisschen türkisch.....

Ich hoffe nur, das die Deutsche in Manavgat nicht so dumm ist, ihm Geld zu leihen. Er ist KRANK - richtig krank, ansonsten würde ein Mensch sich nicht so verhalten! Er redet viel, er verspricht viel und hält davon fast nix ein - jedenfalls mir gegenüber.

Seine Abschiedsworte waren:" Du bist nicht reich, du bist alt - also muss es doch Liebe sein, das ich dich heiraten will"!

Er ist zwar jünger als ich, aber ich lasse mich nicht verarschen, benutzen, ausnutzen - also siktir git Servet!

Heidi